Wirtschaft und Verkehr - Überblick

Grundlage für den wirtschaftlichen Aufstieg waren zunächst wie bei Klöstern die auf Eigenversorgung der einzelnen Kommenden ausgerichteten umfangreichen Wirtschaftshöfe.
Durch planmäßige und umfangreiche Neuansiedlung deutscher Bauern vor allem in Preußen sowie umfangreiche Rodungen und Meliorationsmaßnahmen vor allem im Weichseldelta entstanden binnen kurzer Frist Dutzende neuer Städte und Hunderte von Dörfern.
zwischen 1300 und 1350 stieg Preußen zum führenden Exportland für Holz und Getreide auf.

Flankiert wurde der ökonomische Aufschwung durch zielgerichteten Brücken- und Kanalbau. Der hierdurch wesentlich erleichterte Transit- und Handelsverkehr sorgte mit dafür, dass sich der Ordensstaat zu einem der reichsten Länder Europas entwickelte. Als eine bedeutende zusätzliche Geldquelle erwies sich der Bernsteinhandel, auf den der Orden das Monopol besaß.

Äußerst positiv für die Entwicklung des Landes und seiner Bewohner wirkte sich die allgemeine Steuerfreiheit sowie die an tatsächliche Erträge gekoppelte maßvolle Abgabenwirtschaft aus. Maßnahmen gegen Zinswucher sowie die Sorge für ein einheitliches Münzsystem und relativ einheitliche Maße und Gewichte verstärkten diesen Trend. In Zeiten wirtschaftlicher Not wurden Unterstützungen sowie Befreiung von Lasten und Abgaben gewährt.