Schwertbrüderorden

Schwertorden, Livonischer Orden, Ritter Christi von Livland
Ordenstracht: Weißer Mantel mit rotem Kreuz über einem Schwert.

Der Schwertbrüderorden wurde 1202 in Livland von Bischof Albert von Buxhövden und Theoderich, Abt des Zisterzienserklosters Dünamünde gegründet um sie bei der Eroberung und Kultivierung Livlands und seiner "Heiden" zu unterstützen.
Im Gegensatze zu den übrigen Ritterorden blieb er Zeit seiner Existenz dem Bischof unterstellt. Der Name stammt von einem einem Schwert unter einem Kreuz, dem roten Abzeichen auf ihrem weißen Mantel. Die Regel des Ordens war identisch mit der des Templerordens. Die Schwertbrüder waren organisiert in Ritter, Priester und dienende Brüder. Sie kamen grundsätzlich aus Norddeutschland und zählten nicht mehr als 180 Ritter, aber zusammen mit den dienenden Brüdern und den Vasallen des Bischofs war es eine Armee von etwa 1600 Mann.

Seit 1207 wurden alle Eroberungen zwischen Bischof Albert, seinem Bruder Bischof Hermann I. und dem Schwertbrüderorden zu gleichen Teilen aufgeteilt.Während der Eroberung Livlands gelangen dem Orden wichtige Siege, namentlich in den Schlachten von Treiden (1211) und Fellin (1217). Nach einer katastrophalen Niederlage gegen die Litauer/Liven 1236 bei Schaule wurden die Reste des Ordens sowie sein Besitz 1237 dem Deutschen Orden inkorporiert.