Die Ordensstruktur - Überblick

Der Ursprungsgedanke des Ordens liegt im durch Eigeninitiative getragenen christlichen Hospitaldienst, der seinerseits Ausdruck des durch die cluniazensische Reformbewegung neu belebten und intensivierten Mönchsgedankens, darunter ein ausgeprägter Armutsgedanke war. Somit ergibt sich für den mittelalterlichen Deutschen Orden grundsätzlich die Struktur einer klösterlichen Ordensgemeinschaft, der sich auch das seit 1198 hinzukommende kämpfende Rittertum unterordnet.

Der Ordensstaat selbst stellte an sich keine neuartige staatliche Struktur dar, sondern organisierte sich im Großen und Ganzen wie eine klösterliche Gemeinschaft größeren Ausmaßes, vergleichbar etwa einer bedeutenden Benediktinerabtei. Ergänzt wurde dies durch einen in Syrien und Palästina ausgeprägten Beamtenapparat. Zusätzlich kam die Nutzung von administrativen Erfahrungen aus dem normannischen Königreich Sizilien.

Hinsichtlich der Mitgliederstruktur teilen sich die Vollmitglieder des Ordens grundsätzlich in Laien und Priester:

Vollmitglieder
Laien Priester
Ritterbrüder
(mit weißem Mantel)
Graumäntler /
Andere Brüder
Priester Kleriker
(mit niederen Weihen)
sonstige Mitglieder
dienende Brüder
(ministrantes)
Knechte
(servientes)
Schwestern Halbschwestern
Turkopolen Familiaren Novizen Schüler
Knaben